Nachdem unser Projekt ProKoB bereits am 1. Februar 2016 gestartet war, wollten wir sofort mit der Dissemination unserer Vision beginnen. Hierzu reichten wir ein Paper bei der Tagung „Projektmanagement und Vorgehensmodelle“ 2016 in Paderborn ein, in welchem wir den Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis die Idee, Methodik und die Teilelemente hinter ProKoB vorstellten. Auch präsentierten wir zugleich erste Ergebnisse, wie z.B. die ProKoB-Website oder das ProKoB-Schaubild und den ProKoB-Erklärfilm. Es war die erste öffentliche, fachgerichtete Konferenz, auf der ProKoB vertreten war, und sie war in mehrfacher Hinsicht ein absoluter Erfolg.

Zum einen sorgte Projektleiter und Referent Philipp Diebold durch einige Aussagen wie „Scrum ist unvollständig“ oder „Daily StandUps sind ein Kontrollmechanismus“ (Konfrontation auf der PVM2016) für hitzige Diskussionen und damit dafür, dass ProKoB zu einem heiß debattierten Thema wurde. Zum anderen erhielten wir für das Paper direkt den Best Paper Award der Konferenz.

Die Begründung für den Award lag in unserem Vorgehen, eine agile Transition nicht auf festgeschriebenen Methoden wie Scrum aufzubauen, sondern durch die Erstellung eines Prozessbaustein-Katalogs diese Transition sowie eine Prozessverbesserung flexibel und evolutionär durchzuführen. Das Unternehmen auf Kundenseite erhält somit die Chance, sich zeitlich, physisch und mental auf die anstehenden Änderungen einzustellen und jederzeit in der Position zu sein, die Änderungen abzubrechen – ohne negativen Einfluss auf den Entwicklungsprozess.

Besondere Anerkennung erhielt Diebold noch für seine ausgearbeitete Präsentation. Diese gestaltete er visuell höchst anspruchsvoll, indem durchgehend auf Text verzichtete und sich lediglich auf Grafiken und Animationen beschränkte. Somit zog er nicht nur die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Teilnehmer auf sich und den Inhalt seines Vortrags, sondern sorgte auch für allgemeines und sofortiges Verständnis für die Methode.